Positivtrend der Zweiten hält an
Am letzten Samstag empfingen wir unseren Tabellennachbarn (und Expertengeheimtipp) SV Vötting und wollte an unseren positiven Ergebnissen der letzten beiden Wochen anknüpfen.
Dementsprechend motiviert und heiß war die Mannschaft, da es zudem ja wieder gegen eine erste Mannschaft aus der A-Klasse ging.
Von Beginn an versuchten wir gegen einen sehr robusten Gegner unser schnelles Passspiel durch zu ziehen um zum Erfolg zu kommen. Leider waren wir hier, speziell in der ersten Halbzeit, sehr fahrig und unkonzentriert. In der Defensive verloren wir unsere Bälle teilweise schon früh in der Vorwärtsbewegung und brachten uns so immer wieder selbst in die Bredouille, ohne das die Vöttinger daraus zu großen Torchancen kamen. Und in der Offensive versäumten wir es, aus unseren klaren Schnelligkeitsvorteilen Nutzen zu ziehen.
Aber je länger das Spiel dauerte, desto besser kamen wir ins Spiel und erarbeiteten uns einige gefährliche Aktionen vor dem Gästetor. Vorallem als wir zielstrebig über aussen versuchten nach vorne zu kommen. Und gerade als es so schien, das wir das Spiel im Griff hatten, luden wir die Vöttinger geradezu zum Tore schießen ein und lagen wie aus dem Nichts mit 0:1 hinten. Bei diesem Treffer halfen alle Defensivspieler, inkl. Keeper, mit und ließen einen SV V Stürmer 20m zentral vor dem Tor völlig außer Acht, so dass dieser keine Mühe hatte zum 0:1 (15.) einzuschießen.
(Michael Hagn konnte meist nur durch Fouls gestoppt werden)
Dieser Treffer schockte uns nur kurzzeitig und es zeigte sich, dass die Mannschaft mittlerweile sehr gefestigt ist. So versuchten die jungen Wilden schnell zum Ausgleich zu kommen. Und kurze Zeit später war es auch so weit, als unser Adem Tiryaki eine Ecke von Müller artistisch mit der Hacke zum 1:1 (27.) ins Vöttinger Tor verlängerte. Leider feierte die Mannschaft dieses Erfolgserlebnis anscheinend etwas zu lange und wir lagen im Gegenzug, mit erneuter gütiger Mithilfe von uns, mit 1:2 (28.) im Hintertreffen.
Glücklicherweise schafften wir vor dem Halbzeitpfiff noch den verdienten 2:2 Ausgleichstreffer, als Louis Doneck bei einem eigentlich schon verlorenen Ball nachsetzt und dazwischen ging, als sich ein Vöttinger Verteidiger und der Torwart nicht einig waren und nur noch durch ein Foul gestoppt werden konnte. Diese Chance vom Punkt ließ sich Sebastian Spada nicht nehmen und verwandelte cool zum 2:2 (44./FE).
So ging es nach dem Wechsel wieder bei null los. Mit dem Anpfiff merkte man unserer Mannschaft an, dass die Pausenansprache Wirkung gezeigt hatte und die Jungs Ihre Fehlerquote deutlich reduzieren konnten. Es war zwar nicht alles Gold was glänzt, aber die junge TSV Elf war sehr bemüht, das Spiel fußballerisch zu „regeln“. Und so war es zwangläufig, das die nächsten Treffer für unsere Mannschaft fallen würden. Beim 3:2 Führungstreffer (46.) setzte sich Adem Tiryaki energisch gegen die Vöttinger Defensive durch und vollstreckte nervenstark. 5 Minuten später wurde Michael Hagn mustergültig freigespielt und konnte zum wiederholten Male nur noch durch ein Foul gestoppt werden. Den erneut berechtigten Elfmeter verwandelte Sebastian Spada gewohnt souverän zum 4:2 (51./FE).
Leider ließen wir uns nun durch die zahlreichen groben Fouls der Vöttinger aus dem Konzept bringen und waren mehr damit beschäftigt über die Fouls zu lamentieren, als weiterhin konzentrierten Fußball zu spielen. Unglücklicherweise versäumte es der Schiedsrichter, in dieser immer hektischer werdenden Partie, durch gelegentliche gelbe Karten (ob für uns oder die Vöttinger) das Spiel wieder zu beruhigen.
Nichts desto trotz hatten wir das Spiel nun fest in der Hand und wurden leider wieder nachlässiger. Bei einem Freistoß für uns im Mittelfeld spielten wir mustergültig einen Vöttinger Angreifer frei, der nach 35 m „Begleitschutz“ gnädiger weise im eigenen 16-er endlich zu Fall gebracht wurde. Daher gab es auch an der dritten Elfmeterentscheidung, diesmal für Vötting, nichts zum Aussetzen. Dieses Geschenk ließ sich der Gast natürlich nicht nehmen und verkürzte zum 4:3 (65./FE).
Trotz der mittlerweile großen Hektik auf dem Feld konnten wir nach dem schönsten Spielzug des gesamten Spiels zum verdienten 5:3 (70.), durch den diesmal bärenstarken Adem Tirayki, erhöhen. Bei diesem Treffer wurde die gesamte Vöttinger Hintermannschaft durch ein schnelles Direktspiel der TSV Offensive ausgespielt und Tiryaki brauchte die punktgenaue Hereingabe von Michael Hagn nur noch über die Linie schieben. Trotz des erneuten 2 Tore Rückstandes gaben die Vöttinger nicht auf und warfen, speziell nach der berechtigen roten Karte für Florian Pollner nach einer versuchten Tätlichkeit, alles nach vorne. Begünstigt wurde dieser Elan durch einen erneut leicht vermeidbaren Anschlusstreffer zum 5:4 (75.).
So wackelten wir die letzten 15 Minuten manchmal bedenklich, aber durch großen Einsatzwillen der gesamten Mannschaft und zwei guten Taten von unserem Torwart Norbert Kistler ließen wir hinten nichts mehr zu. Zudem waren wir bei unseren Kontern immer wieder gefährlich und es zeigte sich wie über die gesamten 90 Minuten das Vöttinger Verteidiger mit unseren schnellen Stürmern riesen Probleme hatten und sich meist nur durch Fouls zu helfen wussten. So kam es dann auch zum numerischen Ausgleich auf dem Feld, als ein Vöttinger Verteidiger kurz vor Schluss (89.) nach einer Notbremse ebenfalls zu Recht die rote Karte erhielt.
So bleiben nach den hochinteressanten und nervenaufreibenden 90 Minuten 3 Punkte auf der Habenseite und die Anzeichen auf eine ruhigere Saison wie letztes Jahr. So fahren wir nächste Woche nach Ilmmünster und wollen auch dort wieder eine gute Leistung abliefern.
Aufstellung gegen Vötting: Norbert Kistler, Johannes Deutsch, Jan Wilde, Tobias Held, Markus Fieder, Matthias Erl, Louis Doneck, Sebastian Spada, Adem Tiraki, Christoph Müller, Michael Hagn / eingewechselt: Florian Pollner, Christoph Erl / Kader: Marko Mirkovic, Sebastian Löw
Tore: 0:1 (15.), 1:1 Tiryaki (27.), 1:2 (28.), 2:2 Spada (44./FE), 3:2 Tiryaki (46.), 4:2 Spada (51./ FE), 4:3 (65./FE), 5:3 Tiryaki (70.), 5:4 (75.)
Rote Karten: Pollner (74.)/ Peschek (89.)
Anm.: Abschließend noch eine kurze „Entschuldigung“ von meiner Seite. Es kann natürlich nicht sein das draußen an der Linie ein kleines HB-Männchen rumhüpft, schimpft und Tam-tam macht, vor allem weil wir Trainer natürlich eine gewisse Vorbildfunktion haben. Wird so auch nicht wieder vorkommen! Nur wenn man von draußen zusehen muss, wie seine teils sehr lang verletzten und mühsam wieder aufgepäppelten jungen Spieler, über 90 Minuten, immer wieder überhart angegangen werden, kann man einfach nicht ruhig bleiben. (Dies soll keine Ausrede sein, sondern nur ein kleiner Hinweis ...)